
Jean-Auguste-Dominique Ingres · PD
Die Badende (Halbfigur)
Details
Die Geschichte
Ingres malte dieses Werk 1807 in Rom. Er hatte den Rompreis gewonnen und lebte als staatlicher Stipendiat in der Villa Medici, verpflichtet, jedes Jahr fertige Arbeiten nach Paris zu schicken, um seinen Fortschritt zu belegen. Dies war eine davon und einer seiner ersten weiblichen Akte. Ausgebildet bei Jacques-Louis David, entfernte er sich bereits von ihm, hin zu jenen glatten, kühlen Oberflächen, die die seinen werden sollten. Im Bild liegt ein seltsamer Bruch. Der gestreifte Turban ist mit schlichtem Realismus wiedergegeben, während der breite Rücken der Frau fast zu einer abstrakten Kurve vereinfacht ist. Ein Jahr später nahm er dieselbe Idee größer wieder auf, in dem Bild, das man heute als die Badende von Valpinçon kennt.




