
Die Geschichte
Das Musée des Augustins in Toulouse ist seit 1795 ein Museum, eines der ältesten in Frankreich, eröffnet kurz nachdem die Revolution das Augustinerkloster beschlagnahmt hatte, das es noch immer belegt. Das gotische Kloster selbst, mit seinem Kreuzgang und den gewölbten Sälen, ist der halbe Grund für einen Besuch.
Die Stadt war ein großes Zentrum romanischer Kunst, und als ihre alten Kirchen umgebaut oder abgerissen wurden, rettete man ihre geschnitzten Kapitelle und brachte sie hierher. So entstand eine der reichsten Sammlungen romanischer Skulptur in Frankreich, Säle voller Steinsäulen, gekrönt von geschnitzten Untieren und Bibelszenen, gerettet aus den Kreuzgängen von Saint-Sernin und anderen Kirchen von Toulouse. Eine sanft lächelnde Madonna aus Kalkstein, die Notre-Dame de Grasse von um 1470, gehört zu den Lieblingsstücken.
Im Obergeschoss reichen die Gemäldesäle vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, dicht gehängt in einem langen rotwandigen Saal, der in die alte Klosterkirche eingebaut ist.
Sammlung
15 Werke
Vergil liest die Aeneis vor Augustus, Livia und OctaviaJean-Auguste-Dominique Ingres, 1811
Muley Abd-er-Rahman, Sultan von Marokko, verlässt seinen Palast in MeknèsEugène Delacroix, 1845
Der Tod der KleopatraJean-André Rixens, 1874
Marguerite de ConflansÉdouard Manet, 1876
Paris, von den Höhen des Père-Lachaise gesehenLouise-Joséphine Sarazin de Belmont, 1850
Junges Mädchen im ParkBerthe Morisot, 1893
JudithValentin de Boulogne, 1625
Flüchtige EroberungHenri de Toulouse-Lautrec, 1896
Der Mensch zwischen Laster und TugendHenri-Jean Guillaume Martin, 1892
Der Bach bei Puits-NoirGustave Courbet, 1865
Baronne de CrussolÉlisabeth Louise Vigée Le Brun, 1785
SchönheitHenri-Jean Guillaume Martin, 1900
Der alte DesmaretsJean-Auguste-Dominique Ingres, 1805
Der heilige Didakus von Alcalá vor dem KreuzBartolomé Esteban Murillo, 1645
Der Evangelist Johannes und der heilige AugustinusPietro Perugino, 1502