Die Geschichte
Das Musée Paul Valéry steht am Hang des Mont Saint-Clair in Sète, direkt über dem Cimetière marin, dem Friedhof am Meer, nach dem das bekannteste Gedicht von Paul Valéry benannt ist. Der Dichter wurde in Sète geboren und liegt dort begraben. Der Bau aus Beton und Glas, entworfen vom Architekten Guy Guillaume, stammt aus den frühen 1970er Jahren, und von ihm aus blickt man über die Gräber hinweg aufs Mittelmeer.
Der Dichter hat eine eigene Abteilung. Neben Manuskripten und seltenen Ausgaben bewahrt sie rund 80 Zeichnungen und Aquarelle von Valéry selbst. Der übrige Bestand, mehr als 700 Gemälde, folgt Künstlern, die es an diese Küste zog. Gustave Courbet, der französische Realist, ist mit einem ruhigen Seestück von 1857 vertreten, einem Meeresbild, wie er es auf Ausflügen an der Küste zwischen Sète und Villeneuve-lès-Maguelone fand. Weiter folgen Raoul Dufy, der den Süden in leuchtenden Farben malte, und die Malergruppe Montpellier-Sète um François Desnoyer. Die 1980er Jahre kommen mit Robert Combas und Hervé Di Rosa, zwei in Sète aufgewachsenen Künstlern, die die Bewegung der Figuration libre begründeten.
