
Gustave Courbet · PD
Meerlandschaft am weiten Strand
Details
Die Geschichte
Die Spur dieses Bildes führt mitten durch Deutschland. Im September 1941 erwarb das Wallraf-Richartz-Museum in Köln die kleine Seelandschaft im besetzten Paris, beim Pariser Händler Raphaël Gérard, vermittelt durch den Dresdner Kunsthändler Hildebrand Gurlitt. Nach dem Krieg kam das Bild in den Central Collecting Point in Baden-Baden und wurde 1951 nach Frankreich zurückgegeben. Dort gehört es seither zu den sogenannten MNR-Werken, Kunstwerken aus Deutschland, deren rechtmäßige Eigentümer nie ermittelt wurden und die bis heute zurückgefordert werden können. Gemalt hat Courbet es 1857, bei seinem zweiten Aufenthalt in Montpellier bei Alfred Bruyas, einem wohlhabenden Sammler und seinem treuesten Förderer. Von dort ging er hinaus nach Palavas, einem Fischerdorf an der flachen Mittelmeerküste. Der französische Titel lautet schlicht „Mer calme à Palavas“, ruhige See bei Palavas. Seit 1952 hängt das Bild als Depot im Musée Paul Valéry in Sète, einer Hafenstadt an derselben Küste.




