
Die Geschichte
Am Flussufer von Nakanoshima, dem Inselviertel mitten in Osaka, steht das Museum als schlichter schwarzer Kasten, fünf Stockwerke hoch, entworfen vom Architekten Endo Katsuhiko. Besucher fahren durch das Gebäude nach oben zu den Ausstellungsräumen in den beiden obersten Etagen, und draußen auf dem Platz sitzt Ship's Cat, eine riesige Katzenfigur des Künstlers Kenji Yanobe.
Das Haus wurde erst im Februar 2022 eröffnet, die Sammlung darin ist jedoch viel älter. Osaka beschloss 1983 den Bau eines Museums für moderne Kunst, nachdem die Erben des Unternehmers Yamamoto Hatsujiro der Stadt mehrere Hundert Werke geschenkt hatten, darunter viele Gemälde von Saeki Yuzo, einem in Osaka geborenen Maler Pariser Straßenszenen. Fast 40 Jahre lang kaufte die Stadt weiter, während das Museum nur auf dem Papier existierte, und zur Eröffnung besaß sie rund 6.000 Werke, japanische und westliche Kunst vom späten 19. Jahrhundert bis heute sowie eine große Designsammlung.
Der erste bedeutende Ankauf westlicher Kunst war „Liegender Akt mit offenem Haar“, 1917 von Amedeo Modigliani gemalt, und Modigliani war auch das Thema der ersten Sonderausstellung des Museums. Zur Sammlung gehören außerdem ein Stillleben von Giorgio de Chirico, „Die Kräfte einer Straße“ des italienischen Futuristen Umberto Boccioni und rund 800 Werke von Yoshihara Jiro, dem Kopf der Nachkriegs-Avantgardegruppe Gutai, die meisten davon Geschenke seiner Familie.
