Nationalgalerie von Slowenien

Nationalgalerie von Slowenien

Ljubljana, Slowenien · Website


Die Geschichte

Wer schon einmal eine slowenische Fünf-Cent-Münze in der Hand hatte, kennt bereits ein Gemälde dieser Galerie. Die Münze zeigt „Der Sämann“, 1907 von Ivan Grohar gemalt, einen Bauern, der im Morgendunst Saat über einen gepflügten Acker streut. Grohar gehörte zu den slowenischen Impressionisten, die um 1900 das Licht der Freilichtmalerei in die slowenische Kunst brachten, und sein Sämann ist fast zu einem nationalen Sinnbild geworden.

Gegründet wurde die Galerie 1918, als Österreich-Ungarn zerfiel. Sie bezog den Narodni dom, das Nationalhaus, das der tschechische Architekt František Škabrout 1896 für die slowenischen Kulturvereine errichtet hatte. Edvard Ravnikar, der führende slowenische Architekt seiner Generation, fügte Anfang der 1990er-Jahre einen Flügel hinzu, und 2001 entstand eine gläserne Halle, die Alt und Neu verbindet.

Diese Halle beherbergt heute den originalen Robba-Brunnen, den barocken Brunnen der drei Krainer Flüsse des aus Venedig stammenden Bildhauers Francesco Robba, der nach seiner Restaurierung 2008 ins Innere geholt wurde. Die Sammlung reicht von mittelalterlicher Skulptur bis ins frühe 20. Jahrhundert, mit slowenischen Künstlern wie Ivana Kobilca neben europäischen. Ein Stillleben des russischen Expressionisten Alexej von Jawlensky kam kurz vor dem Zweiten Weltkrieg mit dem Zug, als Geschenk eines jüdischen Arztes aus Zagreb. Und ein kleines ovales Bildnis des polnischen Adelsmädchens Elisabeth Mniszech mit einem weißen Spitz im Arm malte Élisabeth Vigée Le Brun, die Porträtmalerin Marie-Antoinettes, 1797 in Sankt Petersburg.

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Sammlung

1 Werk