Neue Galerie

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Kassel, Deutschland · Website


Die Geschichte

Eines der merkwürdigsten Stücke der Neuen Galerie in Kassel entfaltet sich erst im Dunkeln. Es ist ein großes Transparent von Caspar David Friedrich, dem Maler der deutschen Romantik, Anfang der 1830er-Jahre beidseitig auf dünnes Papier gemalt. Fällt das Licht auf die Vorderseite, gleiten drei Gestalten in einem Boot einer dunstigen Morgensonne entgegen. Wird es von hinten beleuchtet, lichtet sich der Nebel, und eine mondhelle Nacht erscheint, mit einer Stadt zwischen Bergrücken. Solche Transparente hatten sich um 1780 von England aus über Europa verbreitet, und dieses ist seit 1957 in Kassel.

Das Gebäude ringsum war für ältere Kunst gedacht. Es entstand zwischen 1871 und 1877 als Gemäldegalerie für die Alten Meister, die Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel im 18. Jahrhundert zusammengetragen hatte, darunter Rembrandt. Bei den Bombenangriffen von 1943 brannte das Innere aus. Als das Haus 1976 als Neue Galerie wieder öffnete, waren die Alten Meister ins Schloss Wilhelmshöhe umgezogen, und die Räume gehörten nun der Kunst ab 1750.

Dieser Bogen beginnt bei der Malerfamilie Tischbein, führt über deutsche Impressionisten wie Lovis Corinth und reicht bis zur documenta, der Ausstellung zeitgenössischer Kunst, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Zu den späteren Werken gehört Das Rudel von Joseph Beuys, ein VW-Bus, aus dessen Heck eine Reihe Schlitten quillt, jeder beladen mit Filz, Fett und einer Taschenlampe.

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Sammlung

1 Werk