
Ernst Ludwig Kirchner · PD
Bildnis der Erna Schilling
Details
Die Geschichte
1913 lebt Kirchner seit zwei Jahren in Berlin und malt seine berühmten Straßenszenen mit langgezogenen, nervösen Gestalten. Im selben Jahr porträtiert er Erna Schilling, eine Varieté-Tänzerin, die er nach dem Weggang aus Dresden kennengelernt hatte und die ihm ein Leben lang zur Seite blieb. Sie erscheint hier nicht strahlend, sondern etwas kränklich und schwermütig, elegant unter dem Hut und doch in sich gekehrt. Diesem Maler kam der Zustand gelegen: Er erlaubte ihm einen spitzen, kantigen, unruhigen Pinselstrich zu erproben, dieselbe Anspannung, die er in der Großstadt spürte. Ebenfalls 1913 löste sich die Künstlergruppe Die Brücke auf, die er mitbegründet hatte. Erna sollte bis zu seinem Tod 1938 bei ihm bleiben.




