Nivaagaard-Museum

Nivaagaard-Museum

Nivå, Dänemark · Website


Die Geschichte

Im September 2025 kam in Nivå, einem Küstendorf nördlich von Kopenhagen, ein zwei Meter hohes Gemälde an die Wand eines Museums mit nur drei Haupträumen. Es war Susanna und die beiden Alten von Artemisia Gentileschi, der italienischen Barockmalerin, im selben Sommer bei einem New Yorker Kunsthändler erworben. Es hängt nun beim bekanntesten Bild des Hauses, einem Familienbildnis von Sofonisba Anguissola, der Renaissancemalerin aus Cremona, das ihren Vater mit ihrem Bruder, ihrer Schwester und einem kleinen Hund zeigt. Mit Werken von vier Malerinnen, die vor 1700 tätig waren, zeigt das Museum heute mehr solcher Künstlerinnen als der Louvre, dessen Online-Katalog drei nennt.

Den Kern der Sammlung trug zwischen 1895 und 1905 Johannes Hage zusammen, ein dänischer Politiker und Besitzer des Guts Nivaagaard. Beraten wurde er unter anderem von Cornelis Hofstede de Groot, dem niederländischen Rembrandt-Kenner. 1908 machte Hage die Sammlung zu einer unabhängigen, öffentlich zugänglichen Stiftung, untergebracht in einem Galeriegebäude von 1903 im Park des Guts. Venezianische Renaissancebilder von Giovanni Bellini und Lorenzo Lotto hängen hier neben niederländischen Werken von Jan Steen und Jacob van Ruisdael, dazu kommen Säle des dänischen Goldenen Zeitalters aus dem frühen 19. Jahrhundert, etwa mit Christen Købke.

Rembrandts Bildnis einer 39-jährigen Frau von 1632 galt lange als der einzige gesicherte Rembrandt in Dänemark. Am 29. Januar 1999 stahlen Diebe es aus dem Museum, zusammen mit Bellinis Bildnis eines jungen Mannes. Beide Bilder kamen im August desselben Jahres zurück, als die Täter festgenommen wurden.

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Sammlung

1 Werk