San Zaccaria

San Zaccaria

Venedig, Italien


Die Geschichte

An einem Altar im linken Seitenschiff malte Giovanni Bellini die thronende Muttergottes mit dem Kind in einer flachen Apsis, die den echten Stein der Kirche ringsum fortzusetzen scheint. Vier Heilige stehen bei ihnen, Petrus, Katharina von Alexandrien, Lucia und Hieronymus, und auf der Stufe darunter musiziert ein Engel. Bellini signierte das Bild 1505, als er schon ein alter Mann war, und bis heute ist es der Grund, warum die meisten Besucher die wenigen Minuten von San Marco hierher gehen.

Das Bild ist gereist. Nach dem Ende der Republik Venedig 1797 wurde es nach Paris gebracht, dort von seiner Holztafel auf Leinwand übertragen und oben und unten beschnitten. Nach Napoleons Niederlage kehrte es nach Venedig zurück.

Die Kirche selbst vereint zwei Stile. Antonio Gambello begann sie 1458 in spätgotischer Manier, und Mauro Codussi vollendete bis 1515 den oberen Teil der Fassade im neuen Stil der Renaissance. Sie gehörte zu einem reichen Kloster der Benediktinerinnen, und jedes Jahr zu Ostern kam der Doge in feierlichem Zug hierher, ein Brauch, der erst mit der Aufhebung des Klosters 1797 endete.

Vom rechten Seitenschiff aus erreicht man die ältere Kapelle San Tarasio mit Gewölbefresken, die der junge Florentiner Andrea del Castagno 1442 malte, sein frühestes erhaltenes Werk. Darunter liegt die Krypta, in der Dogen bestattet wurden und deren Boden meist unter Wasser steht.

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