St. Peter am Perlach

St. Peter am Perlach

Augsburg, Deutschland · Website


Die Geschichte

In St. Peter am Perlach hängt ein Bild der Muttergottes, die auf einer Mondsichel steht und in aller Ruhe die Knoten aus einem langen Band löst. Ein Engel reicht ihr das verknotete Ende, ein anderer nimmt es glatt entgegen. Die Knotenlöserin malte um 1700 Johann Georg Melchior Schmidtner, ein Augsburger Maler, gestiftet hat sie Hieronymus Ambrosius Langenmantel, Kanoniker aus einer alten Augsburger Patrizierfamilie. Die Überlieferung verbindet das Bild mit der Ehe seiner Großeltern, die Anfang des 17. Jahrhunderts durch die Gebete des Jesuiten Jakob Rem gerettet worden sein soll. Die Forschung weist allerdings darauf hin, dass diese Geschichte erst im späten 20. Jahrhundert mit dem Gemälde verknüpft wurde.

Die Kirche selbst gehört zu den ältesten Augsburgs, eine romanische Basilika, die ins 11. Jahrhundert zurückreicht, am Fuß des Perlachturms neben dem Rathaus.

Der Ruhm des Bildes reichte weit über die Stadt hinaus. Jorge Bergoglio, der spätere Papst Franziskus, bekam es auf einer Weihnachtskarte von einer deutschen Ordensschwester und verbreitete Kopien in Buenos Aires, wo die Verehrung Wurzeln schlug. 2017 erklärte er, er sei selbst nie in Augsburg gewesen.

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