
Die Geschichte
1815 hinterließ ein Frankfurter Bankier und Gewürzhändler namens Johann Friedrich Städel, kinderlos und nahe dem Ende seines Lebens, sein gesamtes Vermögen, sein Haus und seine Kunstsammlung, um eine Stiftung für die Öffentlichkeit einzurichten. Er starb im Jahr darauf. Das Museum, das seinen Namen trägt, gehört seither den Bürgern Frankfurts, geführt von einer Stiftung statt von einem Fürsten oder einem Staat.
Zwei Jahrhunderte des Ankaufs haben es zu einer der feinsten Sammlungen Deutschlands gemacht, die von mittelalterlichen Tafeln bis in die Gegenwart reicht. Das bekannteste Bild ist Johann Tischbeins Goethe in der römischen Campagna von 1787, der große Dichter zwischen antiken Ruinen zurückgelehnt, mit breitkrempigem Hut, auf der italienischen Reise, die ihn veränderte.
Um es herum hängen Jan van Eyck und Botticelli, Vermeers stiller Geograph über seine Karten gebeugt und später Degas sowie ein Selbstbildnis van Goghs. 2012 grub das Museum unter seinem Garten eine neue Halle für zeitgenössische Kunst, von oben durch runde Oberlichter belichtet, die den Rasen wie Bullaugen sprenkeln, sodass die neueste Kunst buchstäblich unter den älteren Sälen liegt.




