Adam Johann Braun

1748–1827 · Heiliges Römisches Reich, Kaisertum Österreich


Die Geschichte

Ein kleines Bild auf einer Kupferplatte, so glatt gemalt, dass der Pinselstrich fast verschwindet. Solche Bilder schuf Adam Johann Braun im Wien des späten 18. Jahrhunderts, wo Sammler die feinen holländischen Kabinettbilder des 17. Jahrhunderts schätzten, etwa die des Leidener Meisters Gerard Dou, und Braun lernte, in dieser Art zu malen.

Mit 12 Jahren kam er an die Wiener Akademie der bildenden Künste, lernte beim Hofmaler Martin van Meytens und arbeitete ab 1768 auf eigene Rechnung. Das Belvedere besitzt zwei seiner Kupferbilder, den Galanten Helfer von 1785 und eine undatierte Szene mit einem Maler in seiner Werkstatt, schlicht mit A. Braun signiert.

1789 wurde er Mitglied der Akademie. Die Malerei war allerdings nur ein Teil seines Broterwerbs. Braun handelte auch mit Bildern, restaurierte sie und wurde zum amtlichen Schätzmeister für Gemälde beim niederösterreichischen Landrecht und bei der Zollverwaltung bestellt. Er starb 1827 in seiner Wohnung in der Rauhensteingasse, mitten in Wien.

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Werke

2 Werke