Aert Pietersz

1550–1612 · Habsburgische Niederlande, Republik der Vereinigten Niederlande


Die Geschichte

Im Jahr 1601 bestellte Sebastiaen Egbertsz, der die Amsterdamer Chirurgen in Anatomie unterrichtete, bei Aert Pietersz eine fast vier Meter breite Leinwand. Sie zeigt ihn mit einer Schere über einem Leichnam, um ihn drängen sich 28 Mitglieder der Chirurgengilde. Als das Bild 1603 fertig war, waren fünf der Dargestellten an der Pest gestorben. Es gilt oft als ältestes erhaltenes Gemälde einer Anatomiestunde, rund 30 Jahre vor Rembrandts Anatomie des Dr. Tulp, und hängt heute im Amsterdam Museum.

Aert war ein Sohn von Pieter Aertsen, dem Amsterdamer Maler von Markt- und Küchenszenen, und verdiente sein Geld vor allem mit Bildnissen der Bürger seiner Stadt. Das Rijksmuseum schreibt ein moralisierendes Bild von 1599, Reiche Kinder, arme Eltern, Aert zu, oder vielleicht seinem Bruder Pieter Pietersz, ebenfalls einem Maler.

Auf einer Terrasse steht ein vornehm gekleidetes Paar mit fünf Kindern, eines reitet auf einem Steckenpferd, ein anderes hält ein Hündchen. Links kommen die verarmten Eltern des Mannes die Treppe herab und bitten um Hilfe. Sie erinnern den Sohn daran, dass sie ihm ihr ganzes Geld in die Hand gegeben haben. Seine Antwort steht auf einem Spruchband neben ihm. Er habe nichts für sie, sagt er, denn er müsse seinen Stand wahren.

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Werke

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