Albert Schindler

1805–1861 · Kaisertum Österreich · Biedermeier


Die Geschichte

Der Maler Peter Fendi, der führende Meister kleiner Wiener Genreszenen, reiste durch Österreichisch-Schlesien, als ihm ein Weberjunge auffiel, der zeichnen konnte. Er überredete die Familie, ihm das Kind nach Wien mitzugeben, und Albrecht Schindler, 1805 im Dorf Engelsberg geboren, wuchs in Fendis Haushalt als dessen Schüler auf.

Ab 1827 studierte er an der Wiener Akademie der bildenden Künste, und ab 1828 arbeitete er zudem an Fendis Seite im kaiserlichen Münz- und Antikenkabinett, wo er Stücke der Sammlung zeichnete und stach. Seine eigenen Bilder blieben nah an der Art seines Lehrers, kleine Biedermeierszenen aus dem Alltag und vor allem aus dem Leben von Soldatenfamilien, mit Abschieden, Heimkehr und Verlusten.

Die Tafel des Belvedere von 1834 gehört in diese Welt. Sie ist kaum 30 Zentimeter hoch, auf Holz gemalt, und zeigt, wie einem verwundeten Offizier die Letzte Ölung erteilt wird.

Als Fendi 1842 starb, übernahm Schindler dessen Stelle im Münzkabinett, und der Dienst nahm den größten Teil seiner Zeit in Anspruch. Von da an arbeitete er vor allem als Stecher von Medaillen und Katalogtafeln, und 1856 wurde ihm die Aufsicht über die Sammlung auf Schloss Ambras bei Innsbruck übertragen. Er starb 1861 in Wien.

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Werke

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