
Einem verwundeten Offizier wird die letzte Ölung erteilt
Details
Die Geschichte
Die Tafel ist kaum größer als ein Blatt Schreibpapier, 29,5 mal 23,5 Zentimeter. Albert Schindler hat 1834 einen ganzen Gang mit Deckenbalken hineingemalt, Stroh hängt aus dem Gebälk, an der Wand ein Kruzifix. Vorn liegt der verwundete Offizier, wie ihn der deutsche Bildtitel nennt, auf einem Feldbett, den Kopf verbunden, die Stiefel mit Sporen neben sich, das Koppel am Boden. Ein Kamerad hält ihn an der Schulter, der Priester im weißen Chorrock beugt sich über den Kelch. Für das katholische Wien war das ein vertrautes Bild, der Versehgang, bei dem ein Ministrant dem Priester mit einer Laterne vorausging. Hier kniet der Junge neben seiner Laterne auf den Fliesen. Das Bild gehörte zur kaiserlichen Gemäldegalerie und kam 1921 aus dem Kunsthistorischen Museum ins Belvedere.