Andokides-Maler
Antikes Griechenland · archaische griechische Kunst
Die Geschichte
Wie dieser Maler hieß, weiß niemand. Um 530 v. Chr. bemalte er in Athen Gefäße für einen Töpfer namens Andokides, der mehrere davon als ihr Hersteller signierte, und nach ihm hat die moderne Forschung den Maler benannt. Seine Zeichnung lässt vermuten, dass er bei Exekias gelernt hat, dem führenden schwarzfigurigen Maler seiner Zeit.
Ihm wird gewöhnlich zugeschrieben, die athenische Vasenmalerei gleichsam umgekehrt zu haben. Bis dahin malte man die Figuren als schwarze Silhouetten auf den orangefarbenen Ton und ritzte die Einzelheiten ein. In der rotfigurigen Technik wird der Grund schwarz bemalt, die Figuren bleiben tonfarben, und so ließen sich die Einzelheiten mit dem Pinsel zeichnen. Einige seiner Amphoren tragen auf der einen Seite die neue Technik und auf der anderen die alte, und die schwarzfigurigen Hälften gibt man heute meist einem Kollegen, dem Lysippides-Maler. Er probierte auch anderes aus. Einige der frühesten weißgrundigen Partien auf athenischen Vasen finden sich in seinen Bildern, und eine seiner Amphoren im Louvre zeigt badende und schwimmende Frauen.
