Jacopo Bassano zugeschrieben
Republik Venedig · Venezianische Schule
Die Geschichte
Im Kunsthistorischen Museum in Wien trägt eine kleine Leinwand den Namen Jacopo Bassanos mit einem Fragezeichen dahinter. Auf dem Schild steht Jacopo da Ponte, genannt Jacopo Bassano, gefolgt von diesem Fragezeichen. Genau das bedeutet hier „zugeschrieben“. Das Bild steht seinem Werk nahe genug, um unter seinem Namen geführt zu werden, und das Museum ist sich nicht sicher genug, um es ihm ohne Vorbehalt zu geben.
Bei Bassano liegen Zweifel nahe. Er arbeitete fast sein ganzes Leben in Bassano del Grappa, einer kleinen Stadt auf dem venezianischen Festland, wo später seine Söhne in die Werkstatt eintraten, und die Familie wiederholte ihre beliebtesten Themen für Käufer weit über Venedig hinaus. Werkstattfassungen und Kopien seiner Erfindungen waren weit verbreitet, und so kann ein gutes kleines Bild in seiner Art von mehr als einer Hand stammen.
Das Wiener Bild ist das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus, um 1555 bis 1560 datiert. 1685 ist es in der kaiserlichen Sammlung in Prag verzeichnet, 1894 kam es nach Wien.
