Édouard Louis Dubufe

Édouard Louis Dubufe

1819–1883 · Frankreich · Akademische Kunst, Romantik


Die Geschichte

Als der Krimkrieg 1856 zu Ende ging, wurde der Frieden in Paris ausgehandelt, und Napoleon III. wollte den Augenblick auf Leinwand festhalten. Den Auftrag erhielt Édouard Dubufe, der gefragte Porträtist des neuen kaiserlichen Hofes. Sein Pariser Kongress, mehr als fünf Meter breit, versammelt die Delegierten der Großmächte in einem Raum, unter ihnen Graf Cavour, den Staatsmann aus Piemont, während der Kaiser selbst nur als Büste anwesend ist.

Dubufe kam 1819 in Paris in einer Malerfamilie zur Welt. Zuerst unterrichtete ihn sein Vater Claude-Marie, dann studierte er bei Paul Delaroche, einem gefeierten Historienmaler, und auch sein Sohn Guillaume wurde Maler. Durch seine Ehe war er zudem mit der Musik verbunden. Seine Frau Juliette war die Tochter des Pianisten Pierre-Joseph Zimmerman, und ihre Schwester heiratete den Komponisten Charles Gounod.

Sein eigentliches Metier war das glanzvolle Gesellschaftsporträt. Ab 1853 malte er Napoleon III. und Kaiserin Eugénie, dann Aristokraten, wohlhabende Pariser und Berühmtheiten wie die Schauspielerin Rachel. 1857 porträtierte er Rosa Bonheur, die berühmte Tiermalerin, neben einem Stier, und den Stier malte Bonheur selbst. 1866 stellte der junge Kritiker Émile Zola infrage, ob Dubufe in die Jury des Salons gehöre, der offiziellen jährlichen Ausstellung. Dubufe starb 1883 in Versailles, wo sein Pariser Kongress heute hängt.

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Werke

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