François Gérard

François Gérard

1770–1837 · Frankreich · Klassizismus, Romantik


Die Geschichte

In den 1810er Jahren war es ein Zeichen des Angekommenseins, sein Bildnis von François Gérard malen zu lassen. Fast jede bedeutende Persönlichkeit im Frankreich Napoleons saß ihm Modell, und nach dem Sturz des Kaisers behielten ihn auch die zurückgekehrten Bourbonenkönige. Napoleon hatte ihn 1809 zum Baron erhoben, und sein Pariser Atelier lief wie eine Porträtfabrik für ein Europa im ständigen Umbruch.

Ausgebildet hatte er sich bei Jacques-Louis David, dem strengen Meister des französischen Klassizismus, und machte sich früh einen Namen. Im Salon von 1798 zeigte er 'Amor und Psyche', heute im Louvre, wo der für das Mädchen unsichtbare Gott ihr einen ersten Kuss auf die Wange haucht, während sie ahnungslos ins Leere blickt. Die kühle, glatte Oberfläche und das blasse Licht trafen genau den Geschmack der Zeit.

Bei all den großen Historienbildern, die man von ihm verlangte, sind es doch die Porträts, zu denen man zurückkehrt, darunter seine Madame Récamier, die berühmte Pariser Gastgeberin, in Weiß hingelagert. Gérard überlebte das Kaiserreich um mehr als 20 Jahre und starb 1837 in Paris, noch immer offizieller Maler jeder Regierung, die gerade den Palast innehatte.

Kunst zum Entdecken, die nie ausgeht. Trag dich ein.

Werke

4 Werke