Gerrit Adriaenszoon Berckheyde

Gerrit Adriaenszoon Berckheyde

1638–1698 · Niederländische Republik · Goldenes Zeitalter der Niederlande, Barock


Die Geschichte

Stellen Sie sich vor eines seiner Bilder, und fast immer blicken Sie über einen weiten, sonnigen Platz in Haarlem, die Bavokerk erhebt sich über den Backsteinhäusern, das Pflaster liegt im klaren Morgenlicht beinahe leer. Auf solchen Ansichten hat Gerrit Berckheyde seine ganze Laufbahn aufgebaut, die holländische Stadt schlicht gezeigt, ihre Bauten wohlvermessen und gleichmäßig beleuchtet.

Das Handwerk lernte er neben seinem älteren Bruder Job, einem Maler, der elf Jahre älter war, und beide teilten sich fast ihr ganzes Leben lang ein Haus und wohl auch eine Werkstatt in Haarlem. In den 1650er Jahren zogen sie gemeinsam den Rhein hinauf bis Heidelberg und arbeiteten für den Kurfürsten von der Pfalz, den dortigen Landesherrn, der jedem von ihnen eine Goldmedaille verlieh. Das Hofleben behagte ihnen nicht, also kehrten sie heim, und Gerrit trat 1660 der Haarlemer Lukasgilde der Maler bei.

Sein Rivale Jan van der Heyden, der andere große Stadtansichtenmaler jener Zeit, liebte belebte Grachten. Berckheyde zog einen weiten, offenen Platz vor, auf dem ein einziges Bauwerk das Licht fängt. Dieselben Ecken von Haarlem, Amsterdam und Den Haag malte er viele Male und wechselte dabei Tageszeit und Blickwinkel. Er starb 1698 in Haarlem. Einem frühen Biografen zufolge ertrank er in einer der Grachten der Stadt.

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Werke

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