Gustav Klimt

Gustav Klimt

1862–1918 · Kaisertum Österreich · Symbolismus, Jugendstil


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Die Geschichte

Gustav Klimts Vater war Goldgraveur in Wien, und dieses Handwerk ließ den Sohn nie ganz los. In den Jahren um 1908 arbeitete Klimt in dem, was man heute seine "goldene Periode" nennt, und presste dünne Blätter echten Blattgolds in seine Gemälde, wie es ein mittelalterlicher Ikonenmaler getan hätte, sodass eine Leinwand wie "Der Kuss" aufleuchtet, wenn das Licht über sie hinwegwandert. Zwei Liebende knien, in einen einzigen goldenen Mantel gehüllt, das Gewand des Mannes in harten Rechtecken gemustert, das der Frau in weichen Kreisen, das Ganze balanciert am Rand einer blumenübersäten Klippe.

Zu jener Zeit war Klimt der berühmteste und umstrittenste Künstler der Stadt. 1897 verließ er zusammen mit einer Gruppe jüngerer Künstler das konservative Wiener Kunstestablishment, um die Secession zu gründen, eine Abspaltung mit eigenem Gebäude und dem Motto, jeder Zeit solle ihre eigene Kunst gehören. Klimt war ihr erster Präsident. Als er beauftragt wurde, Deckengemälde für die Universität Wien zu malen, waren die Professoren von den rohen, sexuell aufgeladenen, pessimistischen Bildern, die er lieferte, so entsetzt, dass sie sich weigerten, sie aufzuhängen – woraufhin er die Werke zurückkaufte, statt sie zu verändern.

Er wurde 1862 geboren, als zweites von sieben Kindern in einem Haushalt, dem oft das Geld knapp war. Er erklärte seine Bilder selten, gab kaum Interviews und hinterließ eine große Zahl erotischer Zeichnungen. Er starb Anfang 1918 in Wien an den Folgen eines Schlaganfalls und ließ mehrere Leinwände unvollendet auf seiner Staffelei zurück.

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Werke

74 Werke