
Gustav Klimt · PD
Bildnis Amalie Zuckerkandl
Details
Die Geschichte
Dieses Bildnis blieb unvollendet, weil Klimt starb. Der Auftrag stammte von etwa 1913; er unterbrach die Arbeit, als die Familie Zuckerkandl umzog, und nahm sie 1917 wieder auf. Im Februar 1918 riss ihn ein Schlaganfall mit 55 Jahren plötzlich aus dem Leben. So ist das Bild zugleich eine Lehrstunde über seine Arbeitsweise: Amalies Gesicht ist ausgeführt, während Körper, Kleid und Hintergrund nur mit Bleistift angedeutet sind, mit gezeichneten Blüten, die nie mehr Farbe bekamen. Die Dargestellte, Amalie Zuckerkandl, war die Frau des Chirurgen Otto Zuckerkandl und Schwägerin der Schriftstellerin Berta Zuckerkandl. 1942 wurde sie deportiert und zusammen mit ihrer Tochter im Lager Bełżec ermordet. Das Gemälde befindet sich heute im Wiener Belvedere.




