
Hans Baldung Grien · PD
Herkules und Antäus
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Die Geschichte
Um 1531, als Baldung diese Tafel malte, war Straßburg bereits zur Reformation übergegangen und gab keine Altarbilder mehr in Auftrag. Ein Maler, der einst als der begabteste Schüler Dürers galt, wandte sich nun der griechischen Mythologie und dem Akt zu, die bei den Humanisten der Stadt noch Abnehmer fanden. Das Thema ist ein Kampf auf Leben und Tod. Antaeus, Sohn der Erdgöttin, war unbesiegbar, solange er den Boden berührte, aus dem ihm die Mutter die Kräfte zurückgab; darum hebt Herkules ihn in die Höhe und erdrückt ihn. Baldung hat die beiden angespannten, ineinander verschlungenen Körper in eine hohe, schmale Lindentafel gezwängt, gut anderthalb Meter hoch. Das Werk befindet sich heute in der Galerie in Kassel, 1892 gestiftet vom Sammler Edward Habich.




