
Johann Walter-Kurau
1869–1932 · Lettland, Russisches Kaiserreich · Realismus
Die Geschichte
Drei Jungen baden an einem Strand in warmer Sommersonne. Badende Knaben, 1900 gemalt, ist das bekannteste Bild von Jānis Valters. Es hängt im Lettischen Nationalen Kunstmuseum in Riga, das mehr als 120 seiner Werke besitzt. Um die Jahrhundertwende galt er als einer der vielversprechendsten jungen Maler Lettlands, ausgebildet an der Kaiserlichen Akademie der Künste in Sankt Petersburg.
Geboren wurde er 1869 in Jelgava, südlich von Riga, als Sohn eines lettischen Kaufmanns und einer deutschbaltischen Mutter, Catharina Kurau. 1906, als sein Ruf in der Heimat noch wuchs, ging er nach Dresden und fügte ihren Nachnamen dem seinen hinzu. So wurde aus ihm Johann Walter-Kurau.
In Deutschland führte seine Malerei vom akademischen Realismus der 1890er-Jahre über Impressionismus und Expressionismus bis an die Schwelle der Abstraktion. Ab etwa 1916 lebte und unterrichtete er in Berlin, zu seinen Schülern dort gehörten die Maler Otto Manigk und Karen Schacht. Er starb 1932 in Berlin, und bei einer Gedächtnisausstellung im April 1933 erinnerten sich die Kritiker an ihn als beliebten und einflussreichen Lehrer.
