Lettisches Nationales Kunstmuseum

Lettisches Nationales Kunstmuseum

Riga, Lettland · Website


Die Geschichte

Kārlis Padegs war 21, ein Rigaer Maler, der gern den Dandy in den Straßen der Stadt gab, als er 1932 die Madonna mit Maschinengewehr malte. Schon der Titel lässt Besucher innehalten, und das Bild gehört zu den bekanntesten im Lettischen Nationalen Kunstmuseum, der zentralen Sammlung der Malerei des Landes.

Das Gebäude wurde eigens für diesen Zweck errichtet. Entworfen hat es der deutschbaltische Architekt Wilhelm Neumann, der das Museum anschließend als erster Direktor leitete. Es wurde 1905 eröffnet und gilt als erster eigens erbauter Museumsbau im Baltikum. Die Sammlung ist älter. Sie geht auf Gemälde zurück, die der Rigaer Rat 1866 vom Sammler Domenico de Robiani kaufte und die ab 1869 als Städtische Gemäldegalerie öffentlich zu sehen waren. In den 1920er und 1930er Jahren baute der Landschaftsmaler Vilhelms Purvītis als Direktor gezielt eine Sammlung lettischer Kunst auf, und sein eigener Winter von 1910 hängt heute hier.

Dieselben Räume zeigen, wie um 1900 eine nationale Schule entstand. Jānis Rozentāls malte 1913 die Prinzessin mit dem Affen, und Jēkabs Kazaks malte 1917 die Flüchtlinge, als der Erste Weltkrieg viele Letten aus ihrer Heimat vertrieben hatte. Nach einem langen Umbau, der neue Säle unter der Erde hinzufügte, öffnete das Museum am 4. Mai 2016 wieder, mit einer neuen Präsentation lettischer Kunst.

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Sammlung

7 Werke