John Steuart Curry

John Steuart Curry

1897–1946 · Vereinigte Staaten · Regionalismus


Die Geschichte

1929 verbrachte John Steuart Curry sechs Wochen auf der Farm seiner Familie bei Dunavant in Kansas, kehrte dann in sein Atelier in Westport, Connecticut, zurück und malte einen Sturm, wie er ihn aus seiner Kindheit kannte. Tornado Over Kansas zeigt eine Farmerfamilie, die zu ihrem Sturmkeller eilt, während hinter ihr ein schwarzer Wirbel über die Felder zieht. Das Bild erhielt 1930 einen zweiten Preis im Whitney Studio Club in New York, und 1935 kaufte es die Hackley Art Gallery in Muskegon, Michigan. Dort hängt es bis heute.

Solche Bilder machten Curry in New York berühmt, neben Grant Wood aus Iowa und Thomas Hart Benton aus Missouri, den Malern, die man als Regionalisten zusammenfasste. Seine Baptism in Kansas, eine ländliche Taufe in einem Wassertank auf einer Farm, hatte ihn 1928 bekannt gemacht und befindet sich heute im Whitney Museum of American Art. In Kansas war man weniger erfreut. Manche fanden, er zeige ihren Staat nur in Wirbelstürmen und Überschwemmungen, und die Frau eines Gouverneurs von Kansas beklagte sich über seine absonderlichen Motive.

Diese Spannung begleitete ihn auch in der Heimat. 1936 machte ihn die University of Wisconsin zum ersten Artist-in-Residence ihres landwirtschaftlichen College, und ab 1937 malte er Wandbilder für das Kapitol von Kansas in Topeka. Die zentrale Szene, Tragic Prelude, zeigt den Abolitionisten John Brown vor einem Tornado und einem Präriebrand. Als das Parlament sich weigerte, Marmorplatten für den Rest des Zyklus entfernen zu lassen, ließ Curry die Wandbilder unsigniert. Er starb 1946 in Madison, Wisconsin, im Alter von 48 Jahren.

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Werke

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