
Lorenzo Lotto
1480–1556 · Republik Venedig · Hochrenaissance
Die Geschichte
Lorenzo Lotto malte Gesichter, die zu denken scheinen, und es kostete ihn den Ruhm, den er verdient hätte. Als gebürtiger Venezianer wirkte er im Schatten Tizians, des überragenden Stars von Venedig, und statt um die großen Aufträge der Stadt zu kämpfen, verbrachte er sein Leben unterwegs und nahm Arbeit in Provinzstädten wie Bergamo und im Hügelland der Marken an.
Was heute anzieht, sind seine Bildnisse. Seine Dargestellten wirken zerstreut, melancholisch oder wachsam, in einer privaten Stimmung ertappt, oft mit einem kleinen vielsagenden Gegenstand daneben, einer verstreuten Rose, einem Totenkopf, einer Eidechse. Das innere Wetter eines Menschen schien ihn mehr zu interessieren als die Schmeichelei seines Ranges.
Lotto führte im Alter ein sorgfältiges Rechnungsbuch, und es ist erhalten, ein seltenes, schlichtes Zeugnis dessen, was ein Renaissancemaler genau einnahm und ausgab, zu lesen wie das Kontobuch eines besorgten Mannes. Arm und alternd, wurde er schließlich Laienbruder am Heiligtum des Heiligen Hauses in Loreto an der Adriaküste, wo er um 1556 starb und für seinen Unterhalt unter den Mönchen malte.
Werke
62 Werke
Dreifachbildnis eines Goldschmieds (Bartolomeo Carpan?)Lorenzo Lotto, 1530
Anbetung des ChristkindesLorenzo Lotto, 1508
Anbetung der HirtenLorenzo Lotto, 1534
Das Almosen des heiligen AntoninusLorenzo Lotto, 1540
Altarbild von AsoloLorenzo Lotto, 1506
KreuzigungLorenzo Lotto, 1531
Madonna mit Kind und HeiligenLorenzo Lotto, 1521
Madonna mit Kind und HeiligenLorenzo Lotto, 1534
Darstellung Jesu im TempelLorenzo Lotto, 1552
Der heilige Nikolaus in GlorieLorenzo Lotto, 1527
Die Heilige Familie mit der heiligen Katharina von AlexandrienLorenzo Lotto, 1533
Triumph der KeuschheitLorenzo Lotto, 1530