Marie Egner

1850–1940 · Kaisertum Österreich, Österreich-Ungarn · Stimmungsimpressionismus, Impressionismus


Die Geschichte

In den 1880er-Jahren arbeitete Marie Egner an der Seite des Landschaftsmalers Emil Jakob Schindler auf Schloss Plankenberg bei Neulengbach, westlich von Wien, wo er Schüler zum Malen im Freien um sich sammelte. Mit Tina Blau und Olga Wisinger-Florian zählt sie zum österreichischen Stimmungsimpressionismus, einer stillen Landschaftsmalerei von Licht, Wetter und unscheinbaren Winkeln des Landes. Waldbach mit Brücke im Belvedere entstand 1885, in den Jahren bei Schindler.

Der Weg dorthin war weit. 1850 im steirischen Bad Radkersburg geboren, erhielt sie ersten Unterricht in Graz und studierte danach in Düsseldorf. Nachdem sie Schindler 1887 verlassen hatte, verbrachte sie zwei Jahre in England und stellte nach ihrer Rückkehr im Wiener Künstlerhaus aus. Sie gründete auch eine Malschule für Frauen, zu einer Zeit, als die Wiener Akademie keine Frauen aufnahm, und führte sie, bis ihre angegriffene Gesundheit sie 1910 zur Schließung zwang. Ihre Werke waren 1893 im Woman's Building der Weltausstellung in Chicago zu sehen.

1926 folgte eine große Retrospektive. Nach 1930 ließ ihr Augenlicht stark nach, und sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Sie starb 1940 in Wien, mit 89 Jahren.

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Werke

1 Werk