Tina Blau

Tina Blau

1845–1916 · Österreichisches Kaiserreich · Atmosphärischer Impressionismus


Die Geschichte

1882 ware ein grosses Landschaftsbild von Tina Blau beinahe aus der grossen internationalen Ausstellung im Wiener Kunstlerhaus ferngehalten worden. Die Jury beklagte, seine Helligkeit "wurde ein Loch in die Wand reissen", und erst das Eingreifen von Hans Makart, damals dem gefeiertsten Maler Wiens, verschaffte ihm einen Platz. Das Bild, Fruhling im Prater, zeigt den grossen Wiener Park in frischem Fruhlingslicht, locker und hell gemalt. Es machte sie fast uber Nacht beruhmt, und im Jahr darauf erhielt es eine lobende Erwahnung im Pariser Salon.

Blau war die Tochter eines Wiener Militararztes, der, ungewohnlich fur die Zeit, seine Tochter zur Malerin ausbilden liess. Sie studierte in Munchen und dann in Wien und teilte eine Weile ein Atelier mit dem Landschaftsmaler Emil Jakob Schindler, bis die beiden sich zerstritten. Sie gehorte zu einer Wiener Stromung, dem Stimmungsimpressionismus, der stille, atmospharische Landschaften schatzte.

Als Frau blieb ihr die staatliche Akademie verschlossen, und so half sie 1897, in Wien eine Kunstschule fur Frauen zu grunden, die Frauenakademie, an der sie fast zwanzig Jahre lehrte. Fruhling im Prater hangt bis heute im Belvedere, in derselben Stadt, deren Park es zeigt.

Stehst du davor? Richte die Kamera drauf. Hol dir die App.

Werke

2 Werke