Meister des Winkler-Epitaphs
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Florian Winkler war ein Söldnerhauptmann im Dienst Kaiser Friedrichs III. Er starb 1477 in Wiener Neustadt, der Stadt südlich von Wien, in der Friedrich oft Hof hielt, und vermachte einen Großteil seines Vermögens den Klöstern der Stadt. Die gemalte Gedächtnistafel für ihn gibt heute einem anonymen Maler seinen Namen, sie wird im Museum St. Peter an der Sperr in Wiener Neustadt aufbewahrt.
Der Meister des Winkler-Epitaphs arbeitete etwa von 1470 bis 1490 in Wien und Wiener Neustadt und führte eine eigene Werkstatt. Seine Malerei zeigt den Einfluss des Meisters des Schottenaltars, des führenden Wiener Malers um 1470. Einer seiner Altäre, um 1485 entstanden, wurde später in einzelne Tafeln zerlegt, damit man sie Stück für Stück verkaufen konnte.
Die Tafel im Belvedere, um 1480 bis 1490 entstanden, zeigt drei enthauptete Heilige, Felix, Regula und Exuperantius, Zürcher Märtyrer, die der Legende nach ihre eigenen Köpfe trugen. Sie kam 1937 von Baronin Dobner von Dobenau aus Baden an das Kunsthistorische Museum.
