Meister von Uttenheim
Heiliges Römisches Reich · Spätgotik
Die Geschichte
Den Namen dieses Malers kennt niemand. Die Kunstgeschichte nennt ihn Meister von Uttenheim, nach einer Tafel aus der Pfarrkirche von Uttenheim, einem Dorf im Pustertal in Südtirol, und diese Tafel hängt heute im Belvedere in Wien. Sie zeigt die thronende Maria zwischen der heiligen Margarethe und der heiligen Barbara, auf der Rückseite einen Schmerzensmann in Rankenwerk.
Er war etwa von 1460 bis 1480 tätig, sehr wahrscheinlich in Brixen, der Bischofsstadt der Region. Zwei Altäre für das Kloster Neustift, das Augustiner-Chorherrenstift gleich bei Brixen, werden ihm zugeschrieben. Seine Laufbahn berührte sich mit der Michael Pachers, des führenden Tiroler Malers und Bildschnitzers jener Zeit, und man vermutet eine Zusammenarbeit der beiden, deren Form jedoch ungeklärt ist. Das Belvedere besitzt von ihm außerdem einen Christus am Ölberg, um 1475 auf eine Tafel aus Zirbenholz gemalt.

