Matthias Rudolf Toma
1792–1869 · Kaisertum Österreich · Biedermeier
Die Geschichte
1834 malte Matthias Rudolf Toma Wien vom Krapfenwaldl aus, einer bewaldeten, etwa 341 Meter hohen Anhöhe am Rand des Wienerwalds. Das Gelände gehörte 1806 Fürst Johann von Liechtenstein, der auf dem Gipfel ein Sommerhaus errichten und die Anlagen für die Wiener zur Erholung gestalten ließ. Die kleine Holztafel befindet sich heute im Belvedere.
Toma war der Sohn eines Wiener Fleischhauers und studierte an der Wiener Akademie. 1818 ging er nach Schaffhausen in der Schweiz, wo er eine Kunsthandlung und eine lithografische Anstalt führte, und er gehörte zu den ersten Künstlern, die die damals neue Drucktechnik der Lithografie für Landschaften nutzten. Ab 1830 wieder in Wien, malte er Landschaften, Genreszenen und Porträts, vor allem die Umgebung der Stadt und die Donauauen. Mit Ferdinand Georg Waldmüller, dem führenden Wiener Maler des Biedermeier, verband ihn eine enge Freundschaft, und dessen Einfluss war so stark, dass manche von Tomas Landschaften im Kunsthandel als Werke Waldmüllers verkauft wurden.
