
Ferdinand Georg Waldmüller
1793–1865 · Österreichisches Kaiserreich · Biedermeier
Die Geschichte
Ferdinand Georg Waldmüller riet seinen Schülern, die alten Meister nicht länger zu kopieren, sondern die Wirklichkeit selbst anzusehen, Jahrzehnte bevor das zum gewöhnlichen Rat wurde. Im Wien des Biedermeier, jenen ruhigen, nach innen gewandten Jahren nach den Napoleonischen Kriegen, machte ihn das zum Störenfried.
1793 in Wien geboren, trat er jung in die Akademie ein und schlug sich dann als Porträtist durch, als Zeichenlehrer für die Kinder eines Grafen in Kroatien und als Theatermaler auf Tournee mit seiner Frau, einer Sängerin. 1819 wurde er Professor an der Wiener Akademie, doch sein Beharren darauf, dass Kunst auf dem genauen Studium der Natur beruhen müsse, im Freien und bei hellem Tageslicht gemalt, brachte ihn in Widerstreit mit der offiziellen Lehre von der idealen Schönheit. Nachdem er seine Ansichten zur Ausbildung veröffentlicht hatte, wurde er 1857 in den Ruhestand gezwungen.
Seine Landschaften und Bauernszenen, klar und sonnendurchflutet bis zum letzten Grashalm, verkauften sich gut beim Wiener Bürgertum, auch während die Akademie sich ihm widersetzte. Gegen Ende wurde er wieder aufgenommen und 1865 geadelt, im selben Jahr, in dem er in Hinterbrühl bei Wien starb.
Werke
6 Werke
Erschöpfte KraftFerdinand Georg Waldmüller, 1854
Am FronleichnamsmorgenFerdinand Georg Waldmüller, 1857
Die letzte ÖlungFerdinand Georg Waldmüller, 1846
Niederösterreichische BauernhochzeitFerdinand Georg Waldmüller, 1843
Partie aus dem PraterFerdinand Georg Waldmüller, 1831
Die NachbarnFerdinand Georg Waldmüller, 1859