
Pedro Machuca
1490–1550 · Spanien · Renaissance
Die Geschichte
Wer den Namen Pedro Machuca kennt, kennt meist ein Bauwerk, den Palast Karls V. mit seinem runden Innenhof in der Alhambra von Granada, der 1528 nach seinem Entwurf begonnen wurde. Bevor er Architekt war, war er Maler, und zwar ein Spanier in Italien. Sein einziges signiertes Werk, eine Madonna mit den Seelen im Fegefeuer, heute im Prado, ist 1517 datiert und tauchte in Spoleto auf.
Die kleine Heilige Familie in der Galleria Borghese gehört in dieselben italienischen Jahre, um 1518. Lange stand sie unter den anonymen Ableitungen nach Raffael, und ein altes Inventar führte sie vielleicht als Giulio Romano. Nicole Dacos, die belgische Erforscherin der ausländischen Maler um Raffael, gab sie 1984 Machuca. Die Anlehnung an Raffaels Madonna della Seggiola in Florenz ist deutlich, und doch wirkt die Anordnung unruhig. Das Kind drängt mit einem Stieglitz in der Hand weg, während Maria es an sich zurückzieht.
Machuca kehrte um 1520 nach Spanien zurück und arbeitete in Granada, Jaén und Toledo als Maler und Architekt bis zu seinem Tod 1550.
