
Raphael · PD
Madonna della Sedia
Details
Die Geschichte
Raffael malte diese runde Tafel um 1513 in Rom, und sie wirkt vertrauter und wärmer als seine feierlichen Altarbilder. Maria trägt kein himmlisches Gewand, sondern ein gestreiftes Tuch, fast wie eine einfache Frau, und drückt das kräftige Christuskind eng an sich, während der kleine Johannes von der Seite betet. Alle Formen biegen sich sanft in das Rund hinein, sodass die Umarmung selbst die Gestalt des Bildes bestimmt. Über Jahrhunderte war es in Florenz eines der beliebtesten Bilder überhaupt, unzählige Male kopiert. Als Napoleons Truppen italienische Kunst nach Paris verschleppten, gehörte die Madonna della Seggiola zu den Werken, die man eine Zeitlang in Sicherheit brachte; heute hängt sie wieder in der Galleria Palatina im Palazzo Pitti in Florenz.




