Pietro Perugino

Pietro Perugino

1448–1523 · Kirchenstaat · Umbrische Schule


Die Geschichte

Um 1470 kam Pietro Perugino nach Florenz und trat in die Werkstatt des Bildhauers und Malers Andrea del Verrocchio ein, wo er neben späteren Rivalen und Kollegen arbeitete, darunter die Maler Sandro Botticelli, Domenico Ghirlandaio und für eine Zeit der junge Leonardo da Vinci. Zehn Jahre später rief ihn Papst Sixtus IV. nach Rom, um bei der Ausschmückung der Wände einer neu erbauten Kapelle im Vatikan zu helfen.

Diese Kapelle war die Sixtinische Kapelle, und Perugino leitete das Team florentinischer und umbrischer Maler, die man zum Ausmalen ihrer Seitenwände geholt hatte, Jahrzehnte bevor Michelangelo je ihre Decke berührte. Seine dortige Szene, die Übergabe der Schlüssel an Petrus, um 1481 gemalt, ordnet ihre Figuren über einen weiten, ruhigen Platz mit klarer architektonischer Perspektive an, eine Komposition, die spätere Renaissancemaler genau studierten.

Um 1500 trat ein junger Maler aus Urbino namens Raffael in Peruginos Werkstatt in Perugia ein, einer Stadt in der Region Umbrien in Mittelitalien, und nahm denselben ruhigen, weiträumigen Stil in sich auf, ehe er ihn in Florenz und Rom weiterentwickelte. Perugino arbeitete bis in seine Siebziger und malte Fresken in kleinen umbrischen Kirchen bis zu seinem Tod nahe Perugia 1523.

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Werke

72 Werke