Wilhelm Trübner

Wilhelm Trübner

1851–1917 · Großherzogtum Baden · Realismus, Deutscher Realismus


Die Geschichte

1867 ermutigte der Maler Anselm Feuerbach einen 16-jährigen Goldschmiedssohn in Heidelberg, das Handwerk der Familie aufzugeben und Maler zu werden. Wilhelm Trübner folgte dem Rat, studierte kurz an der Karlsruher Akademie und ging 1868 nach München. Dort sah er 1869 auf der ersten Internationalen Kunstausstellung Werke des französischen Realisten Gustave Courbet und Wilhelm Leibls, und das bestimmte seinen Weg.

Bald gehörte er zu den jungen Malern um Leibl, neben Carl Schuch und Hans Thoma, denen der Umgang mit der Farbe mehr galt als jede Geschichte, die ein Bild erzählen könnte. Der Kunsthistoriker Eberhard Ruhmer sah Trübners stärkste Arbeiten genau in diesen Jahren, von 1872 bis 1876.

Die Anerkennung kam spät. Erst Ende der 1880er-Jahre wurden Käufer und Kritik auf ihn aufmerksam, und 1891 zeigte er 80 Werke im Münchner Kunstverein. Dann folgten die Ämter, ab 1895 ein Lehratelier am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt und ab 1903 eine Professur an der Karlsruher Akademie, die er von 1904 bis 1910 leitete. 1900 heiratete er seine Schülerin Alice Auerbach, selbst Malerin. Er starb 1917 in Karlsruhe.

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Werke

1 Werk