Willem de Heusch
1692 · Republik der Sieben Vereinigten Provinzen · Goldenes Zeitalter der Niederlande, niederländische italianisierende Landschaftsmalerei
Die Geschichte
Auf vielen Bildern von Willem de Heusch beginnt die Signatur mit drei verschlungenen Buchstaben, G, D und H. Das G steht für Guilliam, die Form von Willem, die er benutzte, oder für Guglielmo, die italienische Fassung, mit der er signierte, als er in den 1640er Jahren in Italien arbeitete. Spätestens 1649 war er wieder in Utrecht, in der Republik der Vereinigten Niederlande, und saß im Vorstand der städtischen Malergilde, zusammen mit Jan Both und Cornelis van Poelenburgh, zwei Utrechter Malern, die ebenfalls in Rom gearbeitet hatten.
De Heusch malte fast ganz in der Art von Jan Both und hat wohl bei ihm gelernt. Seine Bilder sind warme italienische Landschaften mit hohen Bäumen, Bergpfaden und Reisenden mit Packmaultieren im goldenen Abendlicht. Poelenburgh, ein Spezialist für kleine Figuren, soll in manche davon die Menschen gemalt haben, so wie er es auch für Both tat. Außerdem schuf De Heusch 13 bekannte Radierungen im selben Geist.
Sein Schüler war sein Neffe Jacob de Heusch, der später eigene italianisierende Ansichten malte. Willem de Heusch wurde am 9. März 1692 in Utrecht begraben.

