
Eine Wahrsagerin in Venedig
Details
Die Geschichte
Longhi verlegte diese Szene um 1756 unter eine der Arkaden des Dogenpalastes, des Sitzes der venezianischen Regierung, und an den Wänden hängen noch die Neuigkeiten des Tages. Die Inschrift am Pfeiler bezieht sich wohl auf Francesco Loredan, der 1752 zum Dogen gewählt wurde, der Anschlag an der Wand auf die Wahl eines Priesters in San Trovaso, einer Pfarrkirche im Viertel Dorsoduro.
Darunter liest eine Wahrsagerin einer eleganten Dame aus der Hand. Auf einem schlichten Stuhl und Tisch daneben balanciert ein seltsamer Gegenstand, ein langes Sprachrohr, mit dem die Wahrsagerin einem einzelnen Kunden Vertrauliches ins Ohr sagen konnte. Ein Obstverkäufer mit vollem Korb bleibt stehen und schaut zu, eine maskierte Gestalt beugt sich näher heran, und weiter hinten stehen ein Mann in Amtstracht und eine Frau mit schwarzer Maske. Eine der Frauen blickt uns unverwandt an.




