
Eine Familie beim Kaffee
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Die Geschichte
Am 29. Dezember 1720 öffnete unter den Arkaden der Piazza San Marco ein Kaffeehaus, das die Venezianer bald nach seinem Wirt Floriano benannten und bis heute Florian nennen. Um die Jahrhundertmitte war die Stadt voll solcher Lokale, und 1750 brachte der Komödiendichter Carlo Goldoni eines davon auf die Bühne, in seinem Stück Das Kaffeehaus. Der Kaffee war längst auch in die Wohnungen gewandert, in Räume wie diesen, in dem eine Familie ihn zu Hause trinkt.
Das Museum sieht die Szene als kleines Puppentheater, dessen Figuren die Haltungen und sogar die Gesichter von Marionetten annehmen, und nennt ihren behaglichen, bürgerlichen Geist goldonianisch. Goldoni selbst widmete Longhi ein Sonett und nannte dessen Pinsel, der nach der Wahrheit sucht, die Schwester seiner eigenen Muse. Verona kannte Longhi aus seiner Jugend. Damals lernte er hier bei Antonio Balestra und musste sich, so das Museum, an großen akademischen Themen versuchen, die ihm nicht lagen.




