
Piero di Cosimo · PD
Jagdszene
Details
Die Geschichte
Im Florenz des späten 15. Jahrhunderts kursierte wieder ein lange verschollenes lateinisches Gedicht: 'Über die Natur der Dinge' von Lukrez, 1417 wiederentdeckt und um 1471 in Florenz gedruckt. Darin leben die ersten Menschen in einer wilden, gewalttätigen Welt, fern von jedem Paradies. Piero di Cosimo nahm diesen Gedanken wörtlich. Auf dieser langen Tafel jagen Urmenschen und Satyrn mit Ziegenbeinen gemeinsam zwischen den Bäumen und nutzen einen Waldbrand, der das Wild aufscheucht. Das Werk gehört zu einer Reihe über die Ursprünge der Menschheit, und die benachbarten Tafeln erzählen von der Heimkehr von der Jagd und einem weiteren Waldbrand. Das Seltsamste bleibt der Anblick dieser halb menschlichen Wesen zwischen den Jägern, als wäre am Anfang der Welt die Grenze zwischen Mensch und Tier noch nicht gezogen gewesen.




