
Piero di Cosimo · PD
Die Menschwerdung Jesu
Details
Die Geschichte
Piero di Cosimo galt schon unter seinen Zeitgenossen als Sonderling. Vasari, der eine Generation später sein Leben beschrieb, schildert einen Mann, der sich von hartgekochten Eiern ernährte, sich vor Donner fürchtete und seinen Garten nicht bändigen ließ. Etwas von dieser Wunderlichkeit dringt in diese Tafel, um 1505 für eine Kapelle der Kirche Santissima Annunziata in Florenz gemalt. Vorn legt die Jungfrau die Hand an ihren Leib, während die Taube herabkommt, umgeben von sechs Heiligen mit deutlich eigenen Gesichtern. Dahinter zerbrechen die Hügel in Felsen, die Gesichter und Tiere anzunehmen scheinen, und zwischen ihnen spielen sich winzige Szenen ab: die Anbetung der Könige und die Verkündigung an die Hirten auf der einen, die Flucht nach Ägypten auf der anderen Seite.




