
Ivan Shishkin · PD
Kiefernwald. Mastholzwald im Gouvernement Wjatka
Details
Die Geschichte
Den Sommer 1871 verbrachte Iwan Schischkin in Jelabuga, seiner Geburtsstadt im Gouvernement Wjatka, und zeichnete dort die Wälder, die er von Kindheit an kannte. Ein Jahr später wurde daraus diese Leinwand von 120 mal 165 Zentimetern. Mastenwald ist ein Begriff der russischen Forstverwaltung. Gemeint sind Kiefernbestände, die so hoch und so gerade wachsen, dass sich aus ihnen Schiffsmasten schlagen ließen. Solche Reviere standen seit den Erlassen Peters I. unter staatlicher Aufsicht, und Schischkin malt sie mit der Genauigkeit eines Mannes, der Holzarten auseinanderhalten kann. 1872 reichte er das Bild beim Wettbewerb der Gesellschaft zur Förderung der Künste in Petersburg ein und bekam den ersten Preis. Iwan Kramskoi, der Wortführer der Peredwischniki, nannte es das bemerkenswerteste Werk der russischen Schule. Pawel Tretjakow kaufte es noch im selben Jahr für seine Moskauer Sammlung, wo es seither hängt.




