
Anbetung der Hirten
Details
Die Geschichte
Nach dem Lukasevangelium kamen als Erste Hirten zu dem neugeborenen Christus. Ein Engel hatte ihnen die Geburt verkündet, während sie nachts bei ihren Herden wachten. Jacopo Bassano, der das Bild um 1560 oder 1561 malte, überlässt ihnen den größten Teil der Leinwand. Maria, der alte Josef und das Kind sind vorn zu sehen, doch das Museum lenkt den Blick vor allem auf die Hirten und ihre Schlichtheit, die groben Kleider, die nackten Füße ganz vorne im Bild. Gerade diese einfachen Leute erkannten als Erste den Messias.
Hinter dem Stall stehen antike Ruinen und zerbrochene Säulen. Eine Legende des Mittelalters erzählte, in der Nacht von Christi Geburt sei in Rom ein großer heidnischer Tempel eingestürzt, und Maler der Renaissance stellten die Geburt gern zwischen gestürzte antike Steine. Das Museum liest sie hier als Bild der Kirche, die auf der Asche des Heidentums entsteht.
Eine Figur gehört nicht dazu. Rechts unten ist ein junger Mann in blauer Jacke, von hinten gesehen, mit sich selbst beschäftigt. Nach der Deutung des Museums versucht er, sich allein ein Licht zu machen, während die anderen es schon gefunden haben.




