
Nicolas Poussin · PD
Anbetung der Hirten
Details
Die Geschichte
Poussin malte diese Anbetung um 1633 in Rom, inmitten der antiken Ruinen, die sein ganzes Schaffen prägten. Er setzt die Geburt Christi nicht in einen schlichten Stall, sondern zwischen die zerbrochenen Säulen eines antiken Tempels, ein für seine Zeit typischer Gedanke: Das Christentum sei dort emporgestiegen, wo die alte heidnische Welt zerfiel. Durch den steinernen Bogen sieht man einen früheren Augenblick derselben Nacht, die Hirten im Feld aufgeschreckt, als ein Engel durch die Wolken bricht, sodass zwei Szenen zugleich ablaufen. Poussin signierte seine Bilder selten, hier aber tat er es, auf dem Stein unten rechts. Schon nach vier Jahren gehörte das Werk Kardinal Gian Carlo de' Medici und hing in seiner Villa vor den Toren von Florenz.




