
Christus am Ölberg
Details
Die Geschichte
Christus kniet betend an einem felsigen Hang, und ein Engel schwebt mit einem Kelch zu ihm herab, dem Kelch, von dem er eben gebeten hat, er möge an ihm vorübergehen. Weiter unten sind Petrus, Jakobus und Johannes eingeschlafen, statt mit ihm zu wachen. Die Predella erzählt die beiden nächsten Momente, die Gefangennahme und die Entkleidung Christi vor der Kreuzigung.
Es ist ein früher Lorenzo Monaco, um 1395 bis 1400, als seine Figuren noch fest und schwer waren wie bei den Nachfolgern Giottos, einige Jahre vor der langen, fließenden gotischen Linie, für die er bekannt ist. Auch deshalb wurde so lange über die Zuschreibung gestritten. Die Kunstkritiker Crowe und Cavalcaselle hielten das Bild im 19. Jahrhundert für eine Werkstattarbeit, eine spätere Forscherin ließ ihm nur die Haupttafel. Die monografische Ausstellung, die 2006 hier in der Accademia stattfand, gab es Lorenzo selbst zurück.
Das Bild stammt aus Santa Maria degli Angeli, dem Kloster, in dem der Maler seine Gelübde abgelegt hatte, und kam mit den napoleonischen Klosteraufhebungen im frühen 19. Jahrhundert in die Accademia. Ein später hinzugefügter vergoldeter Rahmen, der die Predella beschnitten hatte, wurde bei einer Restaurierung 1957 abgenommen.




