Allegorie des Klosterlebens (Thebais)

Paolo Uccello · PD

Allegorie des Klosterlebens (Thebais)


Details

Künstler
Paolo Uccello
Jahr
1462
Technik
Tempera auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
81 × 110 cm

Die Geschichte

In einer Ecke sitzt Bernhard von Clairvaux, ein Abt des 12. Jahrhunderts, schreibend an seinem Pult, und die Jungfrau Maria erscheint ihm. Lange hieß das Bild Thebais, nach der ägyptischen Wüste um Theben, in die sich die ersten christlichen Einsiedler zurückzogen. Die meisten Heiligen hier gehören aber den Orden späterer Jahrhunderte an. In der mittleren Höhle kniet Hieronymus vor einem Kruzifix, auf dem Felssporn darüber empfängt Franziskus die Wundmale, und auf einer Lichtung liest ein Mönch, Benedikt oder vielleicht Romuald, seinen weiß gekleideten Brüdern von einer Kanzel vor. Das Museum spricht deshalb von einer Allegorie des Klosterlebens. Das Bild stammt aus San Giorgio alla Costa, einem Kloster in Florenz, und war vielleicht für eine Bruderschaft bestimmt, die sich dort nachts zur Buße traf. Oben bei der Kirche knien Männer mit nacktem Oberkörper um ein Kreuz und geißeln sich.

Tausende weitere Geschichten in der App.