
Allegorie der Malerei
Details
Die Geschichte
Diese Leinwand hat eine Zwillingstafel. Pellegrini malte sie um 1725 bis 1730 als eine von zwei zusammengehörigen Allegorien, auf der einen Seite die Malerei, auf der anderen die Bildhauerei, und genau dieses Paar ist der Sinn der Sache. Fast zwei Jahrhunderte lang hatten italienische Künstler darüber gestritten, welche der beiden Künste die edlere sei, in jenem Wettstreit, den sie il paragone nannten. Die Bildhauer hielten ihre Arbeit für schwerer und wahrer, weil sie wirklich im Raum steht, von allen Seiten körperlich. Die Maler entgegneten, sie könnten Raum, Licht, Ferne und lebendiges Fleisch auf einer flachen Fläche allein aus Farbe hervorrufen. Stellt man die beiden Allegorien nebeneinander, wird dieser Streit in einem einzigen Blick zur Szene. Hier ist die Malerei selbst, mit Pinseln und Palette des Handwerks, die ihre Sache schon dadurch vertritt, dass sie neben der Rivalin steht. Beide Leinwände kamen gemeinsam an die Gallerie dell'Accademia, 1959 angekauft.




