
Allegorie der Unbefleckten Empfängnis
Details
Die Geschichte
Um 1540 malte Giorgio Vasari für die Mönche von Camaldoli, der Einsiedelei hoch in den Wäldern des Casentino östlich von Florenz. Dorthin kam damals auch Bindo Altoviti, ein Florentiner Bankier mit Sitz in Rom, um Bauholz für die neue Peterskirche zu beschaffen. Aus dieser Begegnung erwuchs ein wichtiger Auftrag, eine Altartafel der Unbefleckten Empfängnis für die Kapelle der Altoviti in der Kirche Santi Apostoli in Florenz. Vasari lieferte sie 1541, und die Erfindung gefiel so sehr, dass er sie wiederholte. Diese mehr als drei Meter hohe Tafel ist eine dieser Wiederholungen aus denselben Jahren, nach der Einschätzung der Kunsthistorikerin Paola Barocchi wohl die dritte Fassung. Oben schwebt Maria, von Engeln getragen, und setzt den rechten Fuß auf den Bösen, vorn im Bild sitzen Adam und Eva nackt, Gefangene der Erbsünde. Wahrscheinlich stammt das Bild aus der Kirche San Francesco in Arezzo, Vasaris Heimatstadt, und es ist seither viel unterwegs gewesen. Der italienische Staat erwarb es 1895, schickte es 1928 an das Nationalmuseum in Arezzo und holte es 2020 nach Rom zurück.




